Ein Klingeln unterbricht die Stille der kleinen Hütte.
Es folgen langsame Bewegungen und ein herzhaftes Gähnen. An Weiterschlafen ist aber nicht zu denken, auch wenn es erst 6.00 Uhr morgens ist.
Die letzten Teilnehmer, die mit dem Flugzeug nachreisen, müssen abgeholt werden.

Ausfahrt aufs Meer.

Unten am Hafen werden die Schwimmwesten verteilt. Wie schon aus dem Survival-Camp gelernt und geübt, passt sie sich jeder perfekt an. Wir haben gelernt und simuliert, dass es besonders in kaltem Wasser sehr gefährlich ist, wenn ein Mensch über Bord geht.

Noch bei Dunkelheit wird der Motor gestartet und die Mannschaft geht an Bord des Schiffes. Der erfahrene Kapitän kennt die Gewässer in und auswendig und fährt sein Schiff sicher aus dem Hafen.
Die Blicke sind auf das vom Scheinwerferlicht beleuchtete Wasser gerichtet. Es ist ruhig und glatt.

Am Hafen in Burfjord legen wir kurz an und zwei Fahrer machen sich auf den Weg zum Flughafen. Mittlerweile dämmert es und der Himmel klart auf.
Schnell legen wir wieder ab und suchen mit unseren Augen die Oberfläche des Wassers nach Blas ab. So nennt man die Luft, die ein Wahl ausatmet, wenn er an die Wasseroberfläche kommt.
Endlich! Weiter hinten sehen wir eine Orca-Schule. Langsam schwimmen sie in unsere Richtung.
Auch die Buckelwale folgen, wie die Orcas, den Heringsschwärmen in den Fjord. Immer wieder sehen wir den Blas und den Buckel beim Abtauchen.
Mit der Drohne gelingen uns auch gute Aufnahmen und man spürt, wie die Aufregung auf dem Schiff steigt.

Erst als die Helligkeit stark nachlässt, setzen wir uns müde aber glücklich in den Innenraum. Erschöpft von den Ereignissen begrüßen wir die Nachkommende im Hafen und nehmen sie an Bord.
Auf dem Weg zum Heimathafen erzählen wir ihnen, was alles vorgefallen ist und auch bei ihnen macht sich Vorfreude und Dankbarkeit breit.

Im Heimathafen ist ans Ausruhen nicht zu denken. Die Taucher machen sich gleich für einen Tauchgang fertig. Die Dokumentare sortieren und sichern die Aufnahmen, die Küche bereitet das Essen vor und die Logistiker sorgen sich um die sensible Technik.

In der Nachbesprechung können wir feststellen, dass Gott uns viele Tiere und Begebenheiten geschenkt hat und es jetzt an uns liegt, diese Momente einzufangen. Wir freuen uns, wenn ihr weiter für uns betet.